Liveticker Iran-Krieg – Iranische Delegation verlässt Islamabad

25.04.2026 18:48 Uhr
18:48 Uhr
Zweifelhafte Waffenruhe im Libanon
Trotz der vermeintlichen Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon gab es heute mehrere israelische Luftangriffe auf Ortschaften im Südlibanon.
Breaking | Israeli occupation aircrafts bombard southern Lebanon villages Safad Al Batikh and Kounine pic.twitter.com/GmB9UKfCCY
— Quds News Network (@QudsNen) April 25, 2026Auch Gaza wurde wieder angegriffen. Ein Kreisverkehr nordwestlich von Gaza Stadt wurde aus der Luft bombardiert. Im Westjordanland wurde in der Umgebung von Nablus ein palästinensischer Bauernhof von Siedlern attackiert.
Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums ist die Zahl der Todesopfer durch die israelischen Angriffe seit dem 2. März inzwischen auf 2.496 gestiegen. 7.725 Personen wurden verwundet.
17:58 Uhr
Trump streicht Flug von Witkoff und Kushner nach Pakistan
Nachdem der iranische Außenminister Abbas Araghtschi bereits aus Pakistan abgeflogen ist, hat nun US-Präsident Donald Trump gegenüber Fox News erklärt, Steve Witkoff und Jared Kushner flögen nicht mehr nach Islamabad.
"Ich habe meinen Leuten vor einiger Zeit gesagt, sie waren bereit, loszufahren, und ich sagte: 'Nix da, ihr macht keinen 18-Stunden-Flug, um dahinzukommen. Wir haben alle Karten, Sie können uns anrufen, wann immer sie wollen, aber ihr macht keine 18-Stunden-Flüge mehr, um herumzusitzen und über nichts zu reden.'"
Die iranische Regierung hatte immer erklärt, es seien gar keine Gespräche vereinbart, und es werde keine Gespräche geben, solange die US-Blockade nicht aufgehoben sei. In den letzten Tagen hatten die USA wieder vermehrt Flugzeuge zur Luftbetankung in den Nahen Osten geflogen.
17:15 Uhr
Iranische Delegation verlässt Islamabad
Die iranische Delegation, zu der auch Außenminister Abbas Araghtschi gehört, hat Islamabad nach dem ganztägigen Treffen auf höchster Ebene verlassen, noch bevor die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in dem Land eingetroffen sind. Das berichtet Al Jazeera am Samstagnachmittag.
Vor ihrer Abreise habe die Delegation den pakistanischen Führern ihre offizielle Liste mit Forderungen zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und Israel übergeben, sagte er.
16:55 Uhr
Ausmaß der Schäden an US-Basen beträchtlich
Laut NBC News, die sich auf US-Beamte und Mitarbeiter des Kongresses berufen, hat Iran an US-Militärstützpunkten im Nahen Osten deutlich mehr Schaden angerichtet, als bislang öffentlich bekannt wurde.
US-Einrichtungen und -Ausrüstung in den Golfstaaten wurden trotz der amerikanischen Luftabwehr kontinuierlich angegriffen, unter anderem von iranischen F-5-Kampfflugzeugen. Das Ausmaß der Schäden soll beträchtlich sein, wobei die Reparaturkosten möglicherweise in die Milliarden Dollar gehen.
16:05 Uhr
Macron bekräftigt Ziel der Wiedereröffnung der Straße von Hormus
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat bekräftigt, dass er sich auf die Bemühungen zur Wiederöffnung der Straße von Hormus konzentriere. Er fügte hinzu, dass ansonsten die durch geopolitische Unsicherheit ausgelöste Panik zu Energieknappheit führen wird.
"Unser Ziel ist es, in den kommenden Tagen und Wochen eine vollständige Wiederöffnung im Einklang mit dem Völkerrecht zu erreichen und die Freiheit der Schifffahrt ohne Mautgebühren in der Straße von Hormus zu gewährleisten. Dann kann sich die Lage allmählich wieder normalisieren", sagte Macron bei einer Pressekonferenz in Athen an der Seite des griechischen Premierministers Kyriakos Mitsotakis.
Macrons Äußerungen erfolgen einen Tag, nachdem der CEO des Energiekonzerns TotalEnergies vor globalen Energieknappheiten gewarnt hatte, sollte der Krieg mit dem Iran noch Monate andauern.
"Wenn er noch zwei, drei Monate andauert, geraten wir in eine Welt der Energieknappheit, unter der die asiatischen Länder bereits leiden", sagte CEO Patrick Pouyanné auf der World Policy Conference in Chantilly bei Paris. "Man kann nicht 20 Prozent des Öls und Gases der Welt blockieren und unzugänglich machen, ohne dass dies schwerwiegende Folgen hat."
15:40 Uhr
Raketenangriff aus dem Südlibanon auf Israel
Die israelische Armee teilt mit, dass in den Gebieten "Menara, Margaliot und Misgav Am" Alarmsirenen ausgelöst wurden und dass die Einzelheiten derzeit geprüft werden. Israelischen Medien zufolge wurden drei Raketen aus Richtung Südlibanon abgefeuert.
14:25 Uhr
Pistorius schickt Minenjagdboot "Fulda" vorsorglich ins Mittelmeer
Die Deutsche Marine verlegt das Minenjagdboot "Fulda" in den kommenden Tagen ins Mittelmeer, um sich auf einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus nach einem eventuellen Ende des Iran-Kriegs vorzubereiten. Das bestätigte eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums am Sonnabend. Derzeit liegt das Schiff noch im Kieler Hafen.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte den Schritt zuvor in der Rheinischen Post angekündigt. "Wir werden einen Minensucher ins Mittelmeer verlegen und ihm ein Führungs- und Versorgungsschiff zur Seite stellen", sagte er. Ein tatsächlicher Einsatz in der Straße von Hormus sei jedoch nur möglich, "wenn wir ein Mandat des Deutschen Bundestags haben". Vorbereitungen sollten dennoch bereits jetzt getroffen werden.
13:20 Uhr
Israelische Streitkräfte reißen Gebäude in Bint Dschubail im Südlibanon ab
Die israelischen Streitkräfte haben am Sonnabend ihre Angriffe auf den Südlibanon fortgesetzt. Nach libanesischen Angaben waren erst am Freitag sechs Menschen bei Attacken durch die IDF getötet worden. Zwei weitere Menschen seien im Südlibanon verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit.
Laut Al Jazeera Arabic gibt es Berichte, wonach israelische Truppen Gebäude in der Stadt Bint Dschubail gesprengt haben. Das Vorgehen erinnert an die Landnahme israelischer Siedler im palästinensischen Westjordanland.
12:40 Uhr
Pakistanische Vermittler sind "vorsichtig optimistisch" bei Dialog zwischen Iran und USA
Das Weiße Haus teilt am Sonnabend mit, dass die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zu Gesprächen mit Iran nach Islamabad (Pakistan) reisen werden. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums erklärte jedoch, dass "kein Treffen zwischen Iran und den USA geplant ist" und dass Teherans "Bemerkungen über Pakistan übermittelt werden".
Der Korrespondent von Al Jazeera in Islamabad berichtet, dass die pakistanischen Vermittler nach der Ankunft des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi in der pakistanischen Hauptstadt im Rahmen einer dreitägigen Länderreise "vorsichtig optimistisch" hinsichtlich der Gespräche zwischen Iran und den USA seien.
24.04.2026 21:30 Uhr
21:30 Uhr
Iranischer Abgeordneter dementiert: Raketenstädte bleiben intakt
Iran erklärt, seine unterirdische Raketeninfrastruktur sei intakt und vollständig bestückt, berichtet das Nachrichtenportal Almayadeen und weist damit die Behauptungen des US-Kriegsministeriums über schwere Schäden auf der iranischen Seite zurück. Zitiert wird ein hochrangiger iranischer Abgeordneter, der am Freitag erklärte, die unterirdische Raketeninfrastruktur des Landes sei weiterhin voll funktionsfähig.
Ali Khodrian, Mitglied des Nationalen Sicherheitsausschusses des iranischen Parlaments, sagte, die "Raketenstädte" der Streitkräfte befänden sich in "bestmöglichem Zustand", und fügte hinzu, die Bestände seien so umfangreich, dass Teheran "den Überschuss an die besetzten Gebiete und feindlichen Stützpunkte verschenken" könnte, wie lokale Medien berichten.
Seine Äußerungen fallen zu einer Zeit, in der Washington widersprüchliche Behauptungen über die Auswirkungen seiner Angriffe vorbringt. Während US-Beamte erklärt haben, das iranische Raketenprogramm sei "funktional zerstört" worden, räumen Berichte ein, auf die sich das Wall Street Journal unter Berufung auf Einschätzungen des US-Geheimdienstes stützt, dass Iran nach wie vor über Tausende ballistische Raketen verfügt und diese aus unterirdischen Anlagen einsetzen kann.
Dieselben Einschätzungen deuten darauf hin, dass viele Abschussplattformen, obwohl sie angegriffen wurden, weiterhin reparierbar oder wiederherstellbar sind, was die Grenzen der US-Luftangriffe bei der Neutralisierung der iranischen Fähigkeiten aufzeigt.
Unterdessen berichtete die New York Times, dass der 38-tägige, von den USA geführte Krieg gegen Iran selbst die militärischen Kapazitäten der USA erheblich belastet habe, wobei wichtige Munitionsvorräte nach wochenlangen Einsätzen stark dezimiert seien.
Dem Bericht zufolge haben die US-Streitkräfte rund 1.100 Langstrecken-Stealth-Marschflugkörper – fast die gesamten verfügbaren Bestände – sowie mehr als 1.000 Tomahawk-Raketen, über 1.200 Patriot-Abfangraketen und mehr als 1.000 bodengestützte Angriffssysteme eingesetzt, was die jährlichen Produktionsraten bei Weitem übersteigt.
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